Offener Dialog - Begleitung in psychosozialen Krisen

Förderzweck

- Raummiete

- Fahrkosten für Hausbesuche

- Unkostenentschädigung für Ehrenamtliche

Wir unterstützen Menschen in akuten psychosozialen/psychotischen Krisen durch Peergestützte, multiprofessionelle Begleitung. 
Wir machen im Team Hausbesuche und unterstützen das soziale Netz in der Krise, indem wir mit Betroffenen, Angehörigen und den beteiligten professionell Helfenden gemeinsame Gespräche führen. So oft und so lange wie nötig. Dabei versuchen wir den Dialog d.h. die Beziehungen unter den Teilnehmenden zu fördern, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und die Autonomie zu fördern.
Der Ansatz wurde bereits umfangreich in Finnland erprobt und eignet sich zur Vermeidung von Chronifizierung und Hospitalisierung, sowie zur Prävention von weiteren Krisen sowohl bei der/dem Betroffenen, als auch beim sozialen Netzwerk, sowie zur Vorbeugung von Stigma. Durch das niederschwellige Angebot, in dem vorhandene soziale Ressourcen genutzt werden und die unmittelbare Unterstützung (innerhalb von wenigen Stunden nach Kontaktaufnahme) können Psychiatrieaufenthalten vermieden werden.

Wenn Menschen in akuten Krisen sind, gibt es z.Z. fast keine Alternativen zu einem Klinikaufenthalt, hier wollen wir durch unser Angebot zur Vielfalt der Möglichkeiten beitragen. Dies tun wir, indem wir die Menschen zu Hause begleiten. So werden sie nicht aus ihren vertrauten Bezügen herausgerissen.
Offene Dialog bezieht das soziale Umfeld mit großer Selbstverständlichkeit ein, da es oft überfordert und mitbetroffen ist, und unterstützt das soziale Netz in seiner Funktion als Unterstützer*innen. Dadurch wird sowohl das Hilfesystem entlastet und Selbsthilfe gestärkt, als auch Hospitalisierung und Chronifizeirung vermeidbar. Der Netzwerkansatz führt zu einer Entstigmatisirung von psychosozialen Krisen.
Akuthilfen sind rar, wir wollen eine niedrigschwellige Direkthilfe anbieten, die innerhalb von 48h nach Kontaktaufnahme ermöglicht wird.
Die Zusammenarbeit von Erfahrungsexpert*innen und professionellen Helfer*innen stellt sich für uns und für Betroffene als eine große Ressource dar.

Zielgruppe sind Menschen, die in emotionale, soziale, psychische  Krisen geraten und deren soziale Netzwerke.
Das Team setzt sich zusammen aus 6 Menschen, die im Offenen Dialog ausgebildet sind und zwei weiteren Ehrenamtlichen.
Wir sind im Moment ein Verein bestehend aus 17 Vereinsmitgliedern. Wir setzen uns zusammen aus Erfahrungsexpert*innen, Ex-Inler*innen, Psycholog*innen, Angehörigen und Ärzt*innen.
Wir arbeitenseit 2,5 Jahren alle ehrenamtlich. Möchten diesen Zustand aber gerne beenden.
Wir sind mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und in enger Zusammenarbeit mit Betroffenenorganisationen. Wir werden vom Gesundheitsamt der Stadt Leipzig unterstützt.